Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum Spielerschutz zählt, woran Sie ein problematisches Spielverhalten frühzeitig erkennen und welche Werkzeuge und Hilfsangebote Ihnen in Österreich zur Verfügung stehen.
Für die allermeisten Menschen ist Glücksspiel ein Freizeitvergnügen, das mit einem klaren Budget und einem guten Gefühl endet. Für einen Teil der Spielerinnen und Spieler kann es jedoch die Kontrolle übernehmen – schleichend, oft ohne dass die Betroffenen es selbst bemerken. Aus einem gelegentlichen Spiel wird eine Gewohnheit, aus der Gewohnheit ein Zwang. Genau deshalb ist Spielerschutz kein Beiwerk, sondern der wichtigste Teil eines seriösen Umgangs mit Online Casinos.
Wir bei mayrbräu testen Anbieter kritisch – doch keine Bewertung ersetzt Ihren eigenen, bewussten Umgang mit dem Spiel. Verantwortungsvolles Spielen bedeutet, vorab Grenzen zu setzen, diese Grenzen einzuhalten und rechtzeitig innezuhalten, wenn das Spiel keine Freude mehr macht. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Werkzeuge und kostenlose, anonyme Hilfe – Sie müssen sie nur kennen und nutzen.
Glücksspiel ist in Österreich ausschließlich für volljährige Personen ab 18 Jahren erlaubt. Seriöse Anbieter überprüfen das Alter im Rahmen der Verifizierung (KYC). Bewahren Sie Zugangsdaten und Zahlungsmittel so auf, dass Minderjährige keinen Zugriff darauf haben.
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich meist langsam. Je früher Sie die Anzeichen erkennen, desto leichter lässt sich gegensteuern. Gehen Sie die folgende Checkliste ehrlich für sich selbst – oder für eine Ihnen nahestehende Person – durch:
Treffen mehrere Punkte zu, nehmen Sie das bitte ernst. Ein Gespräch mit einer Beratungsstelle ist kostenlos, anonym und ein Zeichen von Stärke – nicht von Schwäche.
Seriöse Online Casinos bieten eine Reihe von Schutzfunktionen, die Sie direkt im Spielerkonto aktivieren können. Richten Sie diese am besten gleich bei der Registrierung ein – bevor Sie überhaupt zum ersten Mal einzahlen.
Legt fest, wie viel Sie pro Tag, Woche oder Monat maximal einzahlen können. Das wirksamste Werkzeug überhaupt, weil es an der Quelle ansetzt – noch bevor gespielt wird.
Begrenzt die Summe, die Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können. Ist das Limit erreicht, ist für diesen Zeitraum Schluss – unabhängig davon, wie viel noch auf dem Konto liegt.
Begrenzt die Dauer einer einzelnen Spielsitzung. Läuft die Zeit ab, werden Sie automatisch abgemeldet – hilfreich gegen das Verlieren des Zeitgefühls.
Blendet in festen Abständen eine Erinnerung ein, wie lange Sie bereits spielen und wie hoch Ihr Saldo steht. Ein kurzer Moment zum Innehalten und bewussten Entscheiden.
Sperrt Ihr Konto für einen von Ihnen gewählten Zeitraum oder dauerhaft. Während der Sperre ist kein Einloggen und kein Einzahlen möglich.
Eine kurzfristige Pause von wenigen Tagen bis Wochen. Ideal, um Abstand zu gewinnen, ohne das Konto gleich vollständig zu schließen.
Anders als Deutschland verfügt Österreich über kein zentrales, anbieterübergreifendes Sperrregister. Das deutsche System OASIS sperrt eine Person automatisch bei sämtlichen lizenzierten Anbietern gleichzeitig – ein solches nationales Register existiert in Österreich nicht. Eine Selbstsperre wirkt hierzulande daher nur beim jeweiligen einzelnen Anbieter, bei dem Sie sie einrichten. Wer sich vollständig schützen möchte, muss sich bei jedem genutzten Anbieter separat sperren lassen. Nutzen Sie zusätzlich technische Hilfsmittel wie Sperrsoftware (etwa GamBan) und lassen Sie sich bei einer Beratungsstelle unterstützen.
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über Ihr Spielverhalten zu verlieren, holen Sie sich Unterstützung. Die folgenden Angebote sind kostenlos und vertraulich:
Die zentrale österreichische Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Beratung telefonisch, online und persönlich – kostenlos und anonym. spielsuchthilfe.at
Rund um die Uhr erreichbar unter 0800 202 304. Kostenlos aus ganz Österreich – für erste Fragen, akute Belastung oder die Vermittlung an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe.
Die Selbsthilfegruppen der Anonymen Spieler (Gamblers Anonymous) bieten regelmäßige Treffen in mehreren österreichischen Städten – ein geschützter Rahmen zum Austausch mit anderen Betroffenen.
Auch wenn nicht Sie selbst, sondern eine nahestehende Person betroffen ist, finden Sie Rat. Die Beratungsstellen unterstützen ausdrücklich auch Partner, Eltern und Freunde.
Glücksspiel kann süchtig machen. Behandeln Sie es als das, was es ist: eine kostenpflichtige Form der Unterhaltung ohne Gewinngarantie. Wenn es keine Freude mehr macht, hören Sie auf – und holen Sie sich Hilfe.